Sex – wann ist es zu viel?

Nie! Das sagen wohl viele in unserer sexuell freimütigen Welt.

Andere finden, dass Sex in der Reklame am Fernsehen, Sex in Zeitschriften und der Mode einfach zu viel ist. In ihren Augen besteht eine Übersexualisierung in den Medien. Aber das kann ja nicht die Mehrheit sein, oder?

Die „sexuelle Revolution“ in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts befreite Menschen, und besonders Frauen, von verkrampften Anschauungen über Sex, die für Jahrhunderte die westliche Zivilisation zurückhielten. Frauen und Männer wurden sich ihrer sexuellen Freiheit bewusst und schafften eine neue Welt, wo Sex, ob hetero oder homosexuell, als etwas Schönes und Befreiendes angesehen wird. Jeder kann tun oder lassen, mit wem er oder sie will, so lange es sich um zwei einwilligende Erwachsene handelt. Das scheint das Ideal zu sein, das unsere Gesellschaft im neuen Millennium anstrebt.

Die Fernsehsender reflektieren nun diese allgemein freizügige Art unseres Denkens über Sex, und sie verstehen ganz genau, dass Sex die Zuschauerraten verbessert, und auch Werbeagenturen sind sich vollends bewusst, dass Sex die Waren in ihrer Werbung besser an den Mann oder die Frau bringt. Sie geben viel Geld aus, um herauszufinden, was den Markt ankurbelt.

Die Zuschauerraten und der Marketingerfolge zeigen eigentlich ganz genau, wie der Durchschnittsmensch über die Sexualisierung der Medien denkt. TV, Marketing, Zeitschriften und Websites haben alle das gleiche, unterliegende Motiv – so viel Geld, wie möglich zu verdienen. Wenn, eines schönen Tages, Sex vielleicht nicht mehr profitabel ist, dann werden wir wohl weniger Sex in den Medien sehen.

Fazit, die „Übersexualisierung der Medien“ ist im Grossen und Ganzen unter der Kontrolle der Konsumenten. Eine spärlich bekleidete Schönheit (ob männlich oder weiblich) mit ihrer sexuellen Anzugskraft erhöht die Verkaufszahlen, weil wir im Stillen hoffen, dass wir mit dem Produkt selbst sexier werden. Deshalb sind auch online Sexshops mit ihren Sextoys so beliebt.

Sex in 2018 macht Spass und die Medien reflektieren das, und eine „Übersexualisierung der Medien“ besteht eigentlich nur in den Hirnen der Menschen, denen Sex keinen Spass macht. Schade, eigentlich…